Der menschliche Knorpel

Aufbau

Der Knorpel an sich ist ein glattes, Gefäßloses Gewebe. Es besteht aus zwei Hauptbestandteilen, den Knorpelzellen und der Interzellulärsubstanz. Die Knorpelzellen bilden Kollagenfasern, die miteinander vernetzt sind. Durch das Binden von Wasser gelingt es dem Knorpel eine gewisse Elastizität zu gewähren und den Knochen sowie die Kapsel vor Druckbelastungen zu schützen. Je nach Knorpelart liegen zwei bis acht Knorpelzellen übereinander und werden von Knorpelkapsel und Knorpelkopf umgeben.

Das Wachstum des Knorpels erfolgt über die Knorpelhaut. Sie besitzt einen bindegewebigen Überzug und bildet von Außen neue Zellen, die ins Knorpelgewebe einwandern.

Der Knorpel besitzt keine Blut- und Lymphgefäße sowie Nerven. Dadurch werden Verletzungen des Knorpels meist erst nicht bemerkt. Nur wenn der Knochen und die Gelenkkapsel, die reich an Nervenzellen sind, betroffen sind, wird der Schmerz wahrgenommen. Doch das Fehlen dieser Gefäße hat auch Nachteile für die Knorpelheilung, denn ein geschädigter Knorpel kann nicht mehr heilen. Es gibt drei Arten von Knorpeln, die in einer unterschiedlichen Häufigkeit in unserem Körper vertreten sind.

Hyaliner Knorpel

Er zeichnet sich durch seine besonders hohe Elastizität und Druckfestigkeit aus. So kommt beim Menschen hautsächlich in Gelenken vor und wirkt dort wie eine Art Stoßdämpfer. Durch seine besonders glatte Oberfläche ermöglicht er eine reibungslose Gelenkbewegung der Gelenkkörper.

Zu finden ist der hyaline Knorpel zusätzlich in Nase, Kehlkopf, Luftröhre, Rippen und Bronchien.

Elastischer Knorpel

Den elastischen Knorpel zeichnet sein elastisches Fasernetzt aus. Er kommt deutlich seltener und ist in der Ohrmuschel, den äußeren Gehörgängen, der Ohrtrompete und einigen Kehlkopfknorpeln zu finden.

Faser Knorpel

Er besitzt den größten Anteil an Kollagen und miteinander verflochtene Faserbündel, die ihn besonders stabil und gleichzeitig elastisch machen. Der Faserknorpel ist z. B.: zwischen den Wirbelkörpern der Bandscheibe zu finden und fängt große Erschütterungen ab. Auch Knochen und Bänder sind durch einen Faserknorpel miteinander verbunden. Er zählt zu den widerstandsfähigsten Knorpeln. Zu finden ist der Faserknorpel in der Gelenkscheibe, der Zwischenwirbelscheibe und der Scharmbeinfuge.

 

Um präventiv Knorpelschäden zu vermeiden, ist es wichtig, den Körper in Bewegung zu halten. Denn nur durch Zug- und Stoßbelastungen kann der Knorpel ähnlich wie ein Schwamm Nährstoffe aufnehmen. Erfolgt keine regelmäßige Beanspruchung, wird der Knorpel mangelernährt und porös. Daher zählen zu den Risikofaktoren für Knorpelschäden neben alterungsbedingtem Verschleiß und eine chronische Fehlbelastung auch Bewegungsmangel.

 

 

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